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09.01.2012
Erste Ergebnisse des OP-Barometers 2011Das Zentrum für Gesundheitswirtschaft und –recht (ZGWR) an der Fachhochschule Frankfurt am Main hat erste Ergebnisse des OP-Barometers 2011 veröffentlicht. An der alle zwei Jahre durchgeführten Befragung zur Arbeitssituation der Pflegekräfte im Operations(OP)- und Anästhesie-Bereich an deutschen Krankenhäusern haben sich im vergangenen Jahr mehr als 2.000 Pflegekräfte aus ganz Deutschland beteiligt, darunter 58 Prozent aus dem OP, 29 Prozent aus der Anästhesie und elf Prozent operationstechnische Assistenten. Wie das ZGWR heute mitteilte, bestätigten insgesamt über 45 Prozent der Befragten eine steigende Patientengefährdung in den letzten zwei Jahren. Mehr als 90 Prozent beklagten eine schlechte oder mittelmäßige Versorgung mit Sterilgütern in ihren Bereichen. „Dieser Wert ist alarmierend und birgt einen hohen Handlungsdruck, gerade im Hinblick auf die unzähligen Skandale mit verunreinigtem OP-Besteck im letzten Jahr", sagte Studienleiter und Initiator Thomas Busse, Direktor des ZGWR. Zunehmend leiden OP-Säle von Kliniken aus Sicht der Befragten zudem darunter, dass OP-Personal qualitativ und quantitativ nicht ausreichend zur Verfügung stehe, um die steigenden Zahlen an Operationen dauerhaft bewerkstelligen zu können. „Bereits heute müssen viele Operationen - gerade auch wegen des Pflegemangels - verschoben oder von anderen Krankenhäusern erbracht werden", so Busse. Für die geringe Attraktivität des Arbeitsplatzes für vorhandene oder potenzielle Pflegekräfte machen die Befragten nicht primär die Arbeitszeiten, Bereitschaftsdienste oder Überstunden verantwortlich, sondern die geringe Wertschätzung für ihre geleistete Arbeit. Außerdem kritisieren sie organisatorische Defizite, wie schlechte OP-Planungen oder mangelnde Unterstützung durch OP-externe Leistungsstellen in den Krankenhäusern. Nur die Hälfte der Befragten ist mit der Organisation in ihrem OP-Saal insgesamt zufrieden, noch weniger, nur rund 37 Prozent, gaben an, über eine gute und verlässliche OP-Planung zu verfügen. Ein weiteres interessantes Ergebnis: Nur die Hälfte der Befragten bewertete den vorhandenen Umgang miteinander als gut. Ausführliche Ergebnisse des OP-Barometers 2011 können ab Februar auf der Website des ZGWR heruntergeladen oder bei Professor Thomas Busse (eMail: busse@fb4.fh-frankfurt.de) angefordert werden. 09.01.2012 |
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